Javascript dynamisch via Javascript nachladen

Hier http://murksfurtz.blogspot.de/2008/12/mit-ajax-nachgeladene-javascript.html habe ich gezeigt, wie man per Ajax nachgeladenen Javascript-Code ausführbar machen kann.

Eine wahrscheinlich bessere Variante ist es, das Javascript einfach dynamisch in der Hauptdatei via Javascript nachzuladen, denn es sind dann keine Anpassungen an der Syntax des Scripts notwendig und es entfällt auch die Evaluierung, welche je nach Rechenkraft schon etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.

Ein Beispiel:

<script type="text/javascript">
function loadScript(scriptname) {
var snode = document.createElement('script');
snode.setAttribute('type','text/javascript');
snode.setAttribute('src',scriptname);
document.getElementsByTagName('head')[0].appendChild(snode);
}
loadScript('../js/benoetigtes_script.js');
</script>


So kann man also Javascript-Funktionen nachladen, die man für neue nachgeladene Ajax-Inhalte benötigt. Zum Beispiel ein Script eines ColorPickers, den man für eine Design-Funkion benötigt.

IE 9, Ajax, Error c00c023f

Bei Ajax-Anwendungen, kann es in unregelmäßigen Abständen zu komischen Fehlermeldungen kommen. Error c00c023f. Ziemlich doof, da dann wichtige Funktionen einfach abgebrochen werden.

Der Grund ist wohl ein Bug im IE9 bei der Behandlung von XMLHttpRequest(). Der IE9 nutzt nämlich erstmalig XMLHttpRequest(), statt seiner ActiveX-Objekte.

Die meisten Ajax Skripte haben - damit es auf allen Browsern läuft - immer beide Möglichkeiten unterstützt und meistens XMLHttpRequest() zu erst abgefragt.

Um den Fehler im IE9 also zu vermeiden reicht es, die if und else Zweige zu vertauschen und erst nach dem ActiveX Objekt zu fragen. Denn der IE9 kann diese natürlich auch noch benutzen.

Wie folgt sieht das dann aus:

if (window.ActiveXObject) { // IE
try {
http_request = new ActiveXObject("Msxml2.XMLHTTP");
} catch (e) {
try {
http_request = new ActiveXObject("Microsoft.XMLHTTP");
} catch (e) {}
}
}
else if (window.XMLHttpRequest) { // Mozilla, Safari,...
http_request = new XMLHttpRequest();
if (http_request.overrideMimeType) {
http_request.overrideMimeType('text/html; charset=iso-8859-1');
// zu dieser Zeile siehe weiter unten
}
}

Geheimtipp I/O NOOP Scheduler bei Hardware RAID Systemen

Unsere Datenbankserver waren trotz 4 SAS HDDs mit 15K UPM und Hardware RAID 10 immer der Flaschenhals. Beim Server an sich gabs auch nie Probleme mit der CPU Leistung.

Ich möchte in dem Artikel garnicht groß drum rum reden und viel erklären, da mir dazu auch die nötige Sachkenntnis fehlt. Außerdem hab ich keine Benchmarks gemacht. In unserem Fall konnte man die Veränderung direkt an der Projektgeschwindigkeit spüren. Das reichte uns :)

Mein Tipp: Bei Hardware RAID Systemen lohnt es sich mit I/O Schedulern herumzuexperimentieren.
Nachdem wir statt CFQ (OpenSuse 11.0 Standard) NOOP eingesetzt haben, lief alles bedeutend schneller.

Ein Scheduler ist dafür verantwortlich, wie die Festplatte(n) Lese- und Schreibvorgänge koordiniert. CFQ gehört dabei zu einer Variante die versucht die Anfragen möglichst sinnig zu sortieren, damit die Schreib- und Leseköpfe nicht unnötig viel umherspringen, sondern nahgelegene Operationen nacheinander abgearbeitet werden und eine "weit entferntere" Operation danach folgt.

NOOP hingegen lässt diese Optimierung gänzlich sein und arbeitet die Anfragen sequentiell ab. Dadurch wird natürlich Zeit gespart, da das ganze Berechnen und Koordinieren und evntl. Warten weggelassen wird, kann aber dazu führen, dass die Schreib- und Leseköpfe viele große Sprünge machen.
Bei Flash-Drives wird daher grundsätzlich NOOP empfohlen, da es dort keine Lese- und Schreibköpfe gibt und es dem Laufwerk egal ist wo der nächste Datenzugriff stattfindet.

So wie ich das jetzt, nach dem Lesen einiger Artikel, verstanden habe, verhält es sich ähnlich bei Hardware - Raid Systemen. Die Raid Controller nämlich, optimieren selbst schon ihre Operationen und ein weiterer Optimierer der keinen Einblick in diese Optimierungen hat, wäre verschwenderisch und im schlimmsten Fall kontraproduktiv.

Den I/O Scheduler kann man im laufendem Betrieb ändern und so problemlos testen. In einem Forum schrieb jemand, er hätte dabei mal einen Server-Freeze gehabt. Das kann ich von meiner Seite her nicht bestätigen. Es lief immer alles glatt.

So kann man gucken welcher I/O Scheduler derzeit aktiv ist:


cat /sys/block/sda/queue/scheduler
noop [anticipatory] deadline cfq

In diesem Fall wäre anticipatory aktiv.

Ändern kann man ihn wie folgt:

echo noop > /sys/block/sda/queue/scheduler

Man hat nun "noop" aktiviert.

Diese Änderung ist nach einem Neustart verloren. Man kann das auch permanent ändern, aber ich finde das grad nicht. Wird nachgereicht.

Links zum Thema:
http://www.linuxhowtos.org/System/iosched.htm
http://www.linuxtechnicalreview.de/content/download/420/3357/file/I-O-Scheduler-und-RAID-Performance.pdf

MySQL vs. Memcached vs. Memcached + XCache ... Benchmark

Aus aktuellen Anlass hat mich Folgendes interessiert:

Auf einem Userprofil sollen 50 Freunde ausgegeben werden. Jeder User der online ist, soll dabei farblich anders dargestellt werden als die, die offline sind.

Die MySQL Query dazu sieht in etwa so aus: SELECT a.user_id, a.hat_freund, b.username, c.user_id AS online FROM friends AS a JOIN userdaten AS b ON a.hat_freund = b.user_id LEFT JOIN last_action AS c ON a.hat_freund = c.user_id AND c.last_action > UNIX_TIMESTAMP() - 1200 WHERE a.user_id = 111 ORDER BY a.seit DESC ...als "online" gelten also User, die in den letzten 20 Minuten eine Aktion durchgeführt haben.

So eine Query kommt zur Zeit zum Einsatz. Wir sind aber bemüht dem Datenbankserver so viel Last wie möglich zu entziehen und Cachingmethoden einzusetzen.


Verglichen wurde nun:

1. Der Istzustand, die reine MySql-Abfrage und die anschliessende Ausgabe der Daten.

2. Die reine MySql-Abfrage, mit anschliessender Serialisierung und Speicherung als Array in Memcached, sowie die Ausgabe der Daten aus der Datenbank. (Bzw. die soeben serialisierten Daten)

3. Das reine Auslesen des Resultsets aus Memcached und die Ausgabe.

4. Das reine Auslesen des Resultsets aus Memcached und die Ausgabe, mit dem Unterschied, dass in der Ausgabeschleife für jeden einzelnen User per XCache der aktuelle Onlinestatus abgefragt wird.

5. Das reine Auslesen des Resultsets aus Memcached und die Ausgabe, mit dem Unterschied, dass in der Ausgabeschleife für jeden einzelnen User per Memcached der aktuelle Onlinestatus abgefragt wird.

(Memcached läuft lokal. Datenbankserver im gleichen Rack.)

Die Ergebnisse:

1. normal aus datenbank ( 0.0036)

2. aus datenbank, werte in array speichern, in den cache packen und dann ausgeben ( 0.0043)

3. daten aus memcached auslesen und ausgeben ( 0.0010)

4. daten aus memcached auslesen und ausgeben. in der schleife jeden onlinestatus via xcache prüfen ( 0.0012)

5. daten aus memcached auslesen und ausgeben. in der schleife jeden onlinestatus via memcached prüfen ( 0.0046)



Auswertung:

Methode 3 ist hier eindeutig die Schnellste. Mit dieser Variante liesse sich allerdings nicht Anzeigen, wer von den ausgegebenen Usern gerade online ist bzw. wären diese Daten schnell veraltet, so dass der Cache höchstens ein paar Minuten Gültigkeit haben sollte.

Methode 4 sieht da schon vielversprechender aus. Speichert man die Useraktivitäten jeweils auch in einer XCache Variablen, so dauert es bei diesen 50 Durchgängen lediglich 0,0002 Sekunden um alle zu überprüfen. Dadurch kann der Teil, der mit Memcached gecached wird solange gültig sein, bis der User einen neuen Freund hinzugefügt oder gelöscht hat.

Methode 5 ist die Langsamste von allen. Auf diese Methode müsste man zurückgreifen, wenn man mehr als einen Webserver verwendet und XCache als Cachingsystem unbrauchbar wird*. Wenn man aber bedenkt, dass die Hauptaufgabe nicht ist, bedeutend schneller zu sein als MySQL, sondern nur, den Datenbankserver zu entlasten, so ist die Geschwindigkeit immernoch mehr als ausreichend.


Fazit:

Solange man noch nicht darüber nachdenkt, mehr als einen Webserver zu verwenden, sollte Methode 4 verwendet werden, bzw. Methode 3, wenn die Onlinezustände der User nicht angezeigt werden sollen.
Methode 4 geht bei 50 Durchläufen noch in Ordnung. Man sollte es mit den Schleifen jedoch nicht übertreiben. Die benötigte Zeit steigt entsprechend der Anzahl der Durchläufe!

Xcache vs. Memcached

Xcache 1.3.0 vs. Memcached 1.4.4

php 5.2.12 ... xcache statisch eingebunden.
memcache modul ebenfalls statisch eingebunden in der version 2.2.5

webserver: nginx-0.7.64

system: 2 x intel quadcore. 8GB ram. open suse 10.

getestet wurde die geschwindigkeit des setzens und des einlesens von werten in den jeweiligen cache.

testreihe 1 mit memcached über unix-socket:

1.test:
timer: 100000 mal xcache variable gesetzt ( 0.4659)
timer: 100000 mal memcached variable gesetzt ( 2.5669)
timer: 100000 mal xcache variable eingelesen ( 0.1838)
timer: 100000 mal memcache variable eingelesen ( 2.4150)


2.test:
timer: 100000 mal xcache variable gesetzt ( 0.4774)
timer: 100000 mal memcached variable gesetzt ( 2.5527)
timer: 100000 mal xcache variable eingelesen ( 0.1897)
timer: 100000 mal memcache variable eingelesen ( 2.3908)


3.test:
timer: 100000 mal xcache variable gesetzt ( 0.4690)
timer: 100000 mal memcached variable gesetzt ( 2.8108)
timer: 100000 mal xcache variable eingelesen ( 0.1873)
timer: 100000 mal memcache variable eingelesen ( 2.6441)



testreihe 2 mit memcached über TCP:
(hier wurde ein anderer server benutzt, mit 16GB ram und etwas schnelleren prozessoren. alles andere ist identisch)

1.test:
timer: 100000 mal xcache variable gesetzt ( 0.2311)
timer: 100000 mal memcached variable gesetzt ( 2.5986)
timer: 100000 mal xcache variable eingelesen ( 0.1547)
timer: 100000 mal memcache variable eingelesen ( 2.3529)


2.test:
timer: 100000 mal xcache variable gesetzt ( 0.2354)
timer: 100000 mal memcached variable gesetzt ( 2.6385)
timer: 100000 mal xcache variable eingelesen ( 0.1561)
timer: 100000 mal memcache variable eingelesen ( 2.3573)


3.test:
timer: 100000 mal xcache variable gesetzt ( 0.2376)
timer: 100000 mal memcached variable gesetzt ( 2.6054)
timer: 100000 mal xcache variable eingelesen ( 0.1541)
timer: 100000 mal memcache variable eingelesen ( 2.3435)




auswertung:
das reine setzen und einlesen von einfachen variablen ist mit xcache deutlich schneller. das ist nicht verwunderlich, denn xcache bietet weniger funktionen und ist direkt in php eingebunden, wohingegen memcached als eigenständiger daemon läuft und seperat angesprochen werden muss.

wenn man einfache html-stücke oder variablen cachen möchte und man keinen extra-server zum cachen benutzt, dann sollte xcache die erste wahl sein.

memcached hingegen bietet die möglichkeit ganze objekte zu cachen. also beispielsweise mehrdimensionale arrays, womit man ergebnisse von datenbankabfragen cachen kann.
memcached bietet außerdem die möglichkeit große objekte bzw. strings zu komprimieren.

der entscheidende vorteil jedoch liegt in der fähigkeit memcacheds, sich auf verschiedene server verteilen zu lassen. dies ist insbesondere für größere projekte von vorteil.

fazit: es schadet nichts beide varianten parallel zu nutzen. xcache ist als opcode cacher ohnehin ein must-have. der variablen-cache ist da schon mit bei, also kann man ihn auch ruhig nutzen.
memcached sollte man nutzen, wenn es darum geht, wirklich große mysql resultsets zu cachen.


xcache: http://xcache.lighttpd.net/
memcached: http://www.memcached.org/
memcache (pecl): http://pecl.php.net/package/memcache
nginx: http://www.nginx.net


test-script:

ini_set('error_reporting', E_ALL);
ini_set('display_errors', 'On');
ini_set('display_startup_errors', 'On');

function start_timer($event) {
printf("timer: %s
\n", $event);
list($low, $high) = split(" ", microtime());
$t = $high + $low;
flush();

return $t;
}

function next_timer($start, $event) {
list($low, $high) = split(" ", microtime());
$t = $high + $low;
$used = $t - $start;
printf("timer: %s (%8.4f)
\n", $event, $used);
flush();

return $t;
}

$t = start_timer("");

$x = 0;
while($x < 100000) {
xcache_set('111',"aaahhh ein string!!!",300);
$x = $x+1;
}

$t = next_timer($t, "100000 mal xcache variable gesetzt");

$memcache_obj = memcache_connect('unix:///tmp/memcached.socket', 0);
//$memcache_obj = memcache_connect('127.0.0.1', 11211);
$x = 0;
while($x < 100000) {
//$memcache_obj->set('111',"aaahhh ein string!!!",0,300);
memcache_set($memcache_obj, '111', "aaahhh ein string!!!", 0, 300);
$x = $x+1;
}

$t = next_timer($t, "100000 mal memcached variable gesetzt");

$x = 0;
while($x < 100000) {
$daten = xcache_get('111');
$x = $x+1;
}

$t = next_timer($t, "100000 mal xcache variable eingelesen");

$x = 0;
while($x < 100000) {
$daten = memcache_get($memcache_obj, '111');
$x = $x+1;
}

$t = next_timer($t, "100000 mal memcache variable eingelesen");

?>

Via PHP Unix-Socket auf Memcached zugreifen. Problembehebung.

Für mich so als Notiz.

// über IP
//$memcache_obj = memcache_connect('127.0.0.1', 11211);
// über socket
$memcache_obj = memcache_connect('unix:///tmp/memcached.socket', 0);

Geht nicht auf Anhieb, da memcached unter dem User "nobody" läuft und keine Berechtigung für /tmp/memcached.socket hat.
Nach dem Starten von Memcached ändert man mit Chmod die Zugriffsrechte der memcached.socket auf 777 und dann gehts.
Sonst gibts Fehlermeldung "Permission denied".


UPDATE:

memcached mit dem flag -a 777 starten, dann hat sich das Problem auch erledigt.
also quasi ./memcached -s /tmp/memc.socket -a 0777

Via phpmyadmin nachträglich einen Auto-Increment primary key hinzufügen

Wer kennt es nicht.

Man muss mit einigen Werten testen und muss eine Tabelle um einen neuen Primary Key bereichern. Wenn man das über phpmyadmin mit der normalen Spalten-Hinzufüge-Funktion macht, klappt dies nicht auf anhieb.

Hier die Lösung: Zuerst die Spalte (bsp. "id") anlegen, ohne gleichzeitig Auto-Increment zu aktivieren oder die Spalte als Index zu definieren. Als wäre es eine ganz normale Spalte.

Danach diese Spalte als INDEX festlegen (noch NICHT Primary Key). Nun die Spalte bearbeiten und "Auto increment" aktivieren.
Jetzt kann man bei Bedarf den Index als Primary Key deklarieren.

Fertig.